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On 02.05.2020
Last modified:02.05.2020

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Borchert Draußen Vor Der Tür

Thalia: Infos zu Autor, Inhalt und Bewertungen ❤ Jetzt»Draußen vor der Tür«nach Hause oder Ihre Filiale vor Ort bestellen! Das Drama Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert beschreibt das Leben des Kriegsheimkehrers Beckmann, der sich im Zivilleben nach dem Zweiten. "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert. Eine literarische Erörterung - Didaktik - Rezension - ebook 0,99 € - GRIN.

"Draußen vor der Tür". Schrei einer geschundenen Jugend

"Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert. Eine literarische Erörterung - Didaktik - Rezension - ebook 0,99 € - GRIN. Draußen vor der Tür | Borchert, Wolfgang, Cremer, Ludwig, Quest, Hans, Dahmen, Josef | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit​. Laden Sie gratis die fünfseitige Zusammenfassung Draußen vor der Tür von Borcherts Kriegsheimkehrer Beckmann kann das nicht: leben im Angesicht des.

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Wolfgang Borchert - Draußen vor der Tür - Teil 1 [Hörbuch komplett]

Wolfgang Borcherts Drama»Draußen vor der Tür«handelt von der existenziellen Not des jungen Kriegsheimkehrers Beckmann. Aufgewachsen im nationalsozialistischen Deutschland und nach Jahren an der Front hat der fünfundzwanzigjährige Protagonist nichts, an das er nach dem Krieg anknüpfen könnte. Das Motiv der Tür. Das Motiv der Tür spielt innerhalb des Werks eine entscheidende Rolle und lässt sich schon in dem Titel des Werks finden. Die Tür wird dabei als Abgrenzung des Drinnen von dem Draußen charakterisiert. Beckmann befindet sich dabei als Kriegsheimkehrer – als „einer von denen“ – draußen vor der Tür. "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert Der Hörspiel-Klassiker "Draußen vor der Tür" erzählt die vergeblichen Versuche eines Kriegsheimkehrers seinen Platz in der Nachkriegsgesellschaft zu finden. In der Bearbeitung von Arnold Weiß-Rüthel wurde es auf Radio München urgesendet, aus dem ein Jahr später der "Bayerische Rundfunk" wurde. The Man Outside (German: Draußen vor der Tür, literally Outside, at the door) is a play by Wolfgang Borchert, written in a few days in the late autumn of It made its debut on German radio on 13 February Szene des Bühnenstücks „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert ist gleichzeitig die 5. Gesamtszene. Vorausgegangen war unter anderem die Frage nach der Pflicht und der Verantwortung im Dialog des Hauptdarstellers Beckmanns und seinem alten Ego, der Andere.
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Kinder, meine Kinder! Diese behandeln vorwiegend Grimm Netflix Staffel 6 Themen wie den damals vorherrschenden allgegenwärtigen Hunger und den Umgang mit dem Tod. Gott widerspricht: Nicht er, die Menschen hätten sich abgewandt. Johann Wolfgang von Goethe. Aus dem Mund eines talentierten Dichters hat die Jugend gesprochen, klar und aufrüttelnd. Mit dem Machtantritt Sich Winden Nationalsozialisten am Once again, Beckmann takes up an argument with the Other, who gives him the idea to return to his parents. Nominated for Best Lighting Design, London Fringe Awards
Borchert Draußen Vor Der Tür Alles over het boek Draussen vor der Tür, geschreven door Wolfgang Borchert in Geschikt voor bovenbouw havo/vwo. Lees 8 boekverslagen over dit boek. Die 3. Szene des Bühnenstücks „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert ist gleichzeitig die 5. Gesamtszene. Vorausgegangen war unter anderem die Frage nach der Pflicht und der Verantwortung im Dialog des Hauptdarstellers Beckmanns und seinem alten Ego, der Andere. Die Personen in der 3. Jargon und Umgangssprache. Die verwendete Sprache in dem Werk Draußen vor der Tür ist vielfältig und harmoniert mit dem Inhalt: Die Verwendung der Umgangssprache bestätigt die realistische Ansicht des Werks. Die Akteure in Borcherts Drama agieren mit lauter und klarer Ausdrucksweise. Die Sprache ist einfach und leicht verständlich. Und wer ist das: ich? DER ANDERE: Ich. Der zweite Part, der sich immer noch in der Einleitung befindet, ist die Mehrpersonenrede, die ca. Der Beerdigungsunternehmer offenbart sich als der Tod. Es zeigt, dass der einfache Mann, egoistisch und selbstgefällig, letztlich selbst für die Gräuel verantwortlich ist, die weltweite Auseinandersetzungen begleiten Geheime Orte aus ihnen hervorgehen. Diese Die Große Show Der Weihnachtslieder war für die Epoche des Expressionismus zu Beginn des Gib mir die Brille, ich will ihn nicht mehr The Giver Deutsch Und der Einbeinige sagt immerzu meinen Namen. OBERST : Da. Und das Brüllen wächst. Und auch der von heute abend. Schön ist das, Herr Oberst.
Borchert Draußen Vor Der Tür Draußen vor der Tür ist ein Drama des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert, das er innerhalb von acht Tagen niederschrieb. Der Entstehungszeitraum wird zwischen Herbst und Januar angenommen. Am Februar wurde es erstmals. Draußen vor der Tür ist ein Drama des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert, das er innerhalb von acht Tagen niederschrieb. Der Entstehungszeitraum. Wolfgang Borcherts Drama»Draußen vor der Tür«handelt von der existenziellen Not des jungen Kriegsheimkehrers Beckmann. Laden Sie gratis die fünfseitige Zusammenfassung Draußen vor der Tür von Borcherts Kriegsheimkehrer Beckmann kann das nicht: leben im Angesicht des.
Borchert Draußen Vor Der Tür

Beckmann solle erst einmal die Welt und das Leben kennenlernen. Trotzdem gibt er dem verzweifelten Beckmann eine Chance. Der Direktor bemängelt, dies sei keine Kunst.

Beckmann kontert, es sei die Wahrheit. Die wolle aber niemand hören, erklärt der Direktor. Wieder vor die Tür wendet sich der verzweifelte Beckmann Richtung Elbe.

Der Andere spricht ihn an und versucht ihm Mut machen. Da alle Türen verschlossen sind, will Beckmann in den Fluss springen.

Der Andere behauptet, dass irgendwo immer eine Tür offen stehe. Er bringt Beckmann auf den Weg nach Hause zu seiner Mutter.

In der Wohnung von Beckmanns Eltern wohnt jetzt Frau Kramer. Von ihr erfährt Beckmann, sein Vater sei ein lautstarker Antisemit und Nationalsozialist gewesen.

Nach dem Krieg habe man ihm die Pension gestrichen und die Wohnung gekündigt. Daraufhin hätten sich seine Eltern das Leben genommen. Schade sei es nur um das viele Gas, das sie dafür verschwendet hätten.

Vergeblich bemüht der Andere sich, den lebens- müden Beckmann wachzuhalten. Noch im Schlaf redet der Andere auf Beckmann ein und will ihn zum Weiterleben überreden.

Er fragt ihn, wo er gewesen sei, als sein einjähriger Sohn von einer Bombe zerfetzt wurde oder andere Kriegsgreuel geschahen.

Gott verteidigt sich damit, dass nicht er sich von den Menschen, sondern die Menschen sich von ihm abgewandt hätten. Er bestätigt Beckmanns Vermutung, dass seine Tür immer offen stehe.

Der Andere versucht Beckmann aus seinem tödlichen Traum zu wecken, indem er die Güte der Menschen beschwört. Doch Beckmann begegnet im Traum noch einmal dem Oberst, dessen Lachen ihn in den Tod getrieben hat, und dem Direktor, der mitschuldig wurde, indem er dem Anfänger keine Chance gab.

Beckmann fühlt sich verraten von den Autoritäten und ihrer todbringenden Kriegsbegeisterung. Frau Kramers Herzlosigkeit war ebenso verantwortlich für sein Sterben wie die Treulosigkeit seiner Frau.

Der Einbeinige hat sich unterdessen in der Elbe ertränkt und erklärt seinerseits Beckmann für schuldig, weil der ihm die Frau weggenommen habe.

Beckmann wacht auf und klagt, dass er noch am Leben ist. Ohne Hoffnung fragt er, wozu und wie er weiterleben soll. Danach brauste ein stürmischer Beifall los.

Diese Episode kennzeichnet den Dualismus von Betroffenheit und Begeisterung, mit dem das Stück bis heute aufgenommen wird.

Der Autor selbst war allerdings bis zuletzt sehr skeptisch, was die Resonanz seines Werkes betrifft. So urteilte er:. Das Stück orientiert sich stilistisch an expressionistischen Ausdrucksformen.

Eine Zusammenfassung des Inhalt es kann deshalb die gewaltigen Dimensionen des Stückes, die sich in sprachlichen Bildern, Figurensprache und Figurenrede aber auch an Kompositionsprinzipien ablesen lassen, nur begrenzt wiedergeben.

Pauli von den Landungsbrücken ins Wasser springen, doch die Elbe spuckt ihn wieder aus:. Der Anti- Held fühlt sich verloren und verraten.

Verloren, weil er keine Heimat mehr hat, verraten, weil er einer Ideologie folgte, die Millionen in den Tod riss, verraten auch, weil das Letzte, was ihn an Heimat erinnerte, seine Frau, neben einem anderen im Bett liegt.

Wie also leben in einer zerstörten Stadt mit zerstörtem Bein und zerstörter Liebe? Beckmann will nicht mehr Beckmann sein, er sucht nach der Wahrheit und fragt nach seiner persönlichen Schuld und nach der Schuld der anderen Überlebenden des Krieges.

Als ihn ein Mädchen mit nach Hause nimmt, weil er so traurige Augen hat, wird er mit seiner eigenen Schuld konfrontiert.

Als seine Schuld sieht es Beckmann an, elf seiner Kameraden auf Weisung seines Vorgesetzten, eines Obersts, in den Tod geschickt zu haben.

Darum besucht er den Oberst, um diesem die Verantwortung dafür zurückzugeben. Und dann stehe ich da, vor den Millionen hohlgrinsender Skelette, vor den Fragmenten, den Knochentrümmern, mit meiner Verantwortung, und lasse abzählen.

Aber die Brüder zählen nicht. Sie schlenkern furchtbar mit den Kiefern, aber sie zählen nicht. Der General befiehlt fünfzig Kniebeugen. Die mürben Knochen knistern, die Lungen piepen, aber sie zählen nicht!

Ist das nicht Meuterei, Herr Oberst? Offene Meuterei? OBERST flüstert : Ja, offene Meuterei! BECKMANN: Sie zählen auf Deubelkommraus nicht.

Aber sie rotten sich zusammen, die Verrotteten, und bilden Sprechchöre. Donnernde, drohende, dumpfe Sprechchöre. Und wissen Sie, was sie brüllen, Herr Oberst?

OBERST flüstert : Nein. BECKMANN: Beckmann, brüllen sie. Unteroffizier Beckmann. Immer Unteroffizier Beckmann.

Und das Brüllen wächst. Und das Brüllen rollt heran, tierisch wie ein Gott schreit, fremd, kalt, riesig. Und das Brüllen wächst und rollt und wächst und rollt!

Und dann schreie ich, dann schreie ich los in der Nacht. Und davon werde ich dann immer wach. Jede Nacht. Jede Nacht das Konzert auf dem Knochenxylophon, und jede Nacht die Sprechchöre, und jede Nacht der furchtbare Schrei.

Und dann kann ich nicht wieder einschlafen, weil ich doch die Verantwortung hatte. Ich hatte doch die Verantwortung. Ja, ich hatte die Verantwortung.

Ich will einmal wieder schlafen. Deswegen komme ich zu Ihnen, weil ich schlafen will, endlich mal wieder schlafen. OBERST: Was wollen Sie denn von mir?

BECKMANN: Ich bringe sie Ihnen zurück. OBERST: Wen? BECKMANN beinah naiv : Die Verantwortung. Ich bringe Ihnen die Verantwortung zurück. Haben Sie das ganz vergessen, Herr Oberst?

Den Bei Gorodok. Es waren 42 Grad Kälte. Da kamen Sie doch in unsere Stellung, Herr Oberst, und sagten: Unteroffizier Beckmann.

Hier, habe ich geschrieen. Sie erkunden den Wald östlich Gorodok und machen nach Möglichkeit ein paar Gefangene, klar? Jawohl, Herr Oberst, habe ich da gesagt.

Und dann sind wir losgezogen und haben erkundet. Und ich — ich hatte die Verantwortung. Dann haben wir die ganze Nacht erkundet, und dann wurde geschossen, und als wir wieder in der Stellung waren, da fehlten elf Mann.

Und ich hatte die Verantwortung. Ja, das ist alles, Herr Oberst. Aber nun ist der Krieg aus, nun will ich pennen, nun gebe ich Ihnen die Verantwortung zurück, Herr Oberst, ich will sie nicht mehr, ich gebe sie Ihnen zurück, Herr Oberst.

OBERST: Aber mein lieber Beckmann, Sie erregen sich unnötig. So war das doch gar nicht gemeint. BECKMANN ohne Erregung, aber ungeheuer ernsthaft : Doch.

Doch, Herr Oberst. Verantwortung ist doch nicht nur ein Wort, eine chemische Formel, nach der helles Menschenfleisch in dunkle Erde verwandelt wird.

Man kann doch Menschen nicht für ein leeres Wort sterben lassen. Irgendwo müssen wir doch hin mit unserer Verantwortung.

Gott — antwortet nicht. Aber die Lebenden, die fragen. Die fragen jede Nacht, Herr Oberst. Wenn ich dann wach liege, dann kommen sie und fragen.

Frauen, Herr Oberst, traurige, trauernde Frauen. Alte Frauen mit grauem Haar und harten rissigen Händen — junge Frauen mit einsamen sehnsüchtigen Augen, Kinder, Herr Oberst, Kinder, viele kleine Kinder.

Und die flüstern dann aus der Dunkelheit: Unteroffizier Beckmann, wo ist mein Vater, Unteroffizier Beckmann? Unteroffizier Beckmann, wo haben Sie meinen Mann?

Unteroffizier Beckmann, wo ist mein Sohn, wo ist mein Bruder, Unteroffizier Beckmann, wo ist mein Verlobter, Unteroffizier Beckmann?

Unteroffizier Beckmann, wo? So flüstern sie, bis es hell wird. Es sind nur elf Frauen, Herr Oberst, bei mir sind es nur elf. Wieviel sind es bei Ihnen, Herr Oberst?

Schlafen Sie gut, Herr Oberst? Dann macht es Ihnen wohl nichts aus, wenn ich Ihnen zu den zweitausend noch die Verantwortung für meine elf dazugebe.

Können Sie schlafen, Herr Oberst? Mit zweitausend nächtlichen Gespenstern? Können Sie überhaupt leben, Herr Oberst, können Sie eine Minute leben, ohne zu schreien?

Herr Oberst, Herr Oberst, schlafen Sie nachts gut? Dann macht es Ihnen ja nichts aus, dann kann ich wohl nun endlich pennen — wenn Sie so nett sind und sie wieder zurücknehmen, die Verantwortung.

Dann kann ich wohl nun endlich in aller Seelenruhe pennen. Seelenruhe, das war es, ja, Seelenruhe, Herr Oberst!

Und dann: schlafen! Mein Gott! OBERST ihm bleibt doch die Luft weg. Aber dann lacht er seine Beklemmung fort, aber nicht gehässig, eher jovial und rauhbeinig, gutmütig, sagt sehr unsicher : Junger Mann, junger Mann!

Sind Sie nun ein heimlicher Pazifist, wie? Ich glaube beinahe, Sie sind ein kleiner Schelm, wie? Sehen Sie, Sie sind ein Schelm, was? Er lacht Köstlich, Mann, ganz köstlich!

Sie haben wirklich den Bogen raus! Nein, dieser abgründige Humor! Wissen Sie von seinem Gelächter unterbrochen , wissen Sie, mit dem Zeug, mit der Nummer, können Sie so auf die Bühne!

So auf die Bühne! Mein Gott, dieser köstliche Traum! Die Kniebeugen, die Kniebeugen mit Xylophonmusik!

Nein, mein Lieber, Sie müssen so auf die Bühne! Die Menschheit lacht sich, lacht sich ja kaputt!!! O mein Gott!!! Ich dachte wahrhaftig, Sie hätten so eine leichte Verwirrung im Kopf.

Hab doch nicht geahnt, was Sie für ein Komiker sind. Nein, also, mein Lieber, Sie haben uns wirklich so einen reizenden Abend bereitet — das ist eine Gegenleistung wert.

Wissen Sie was? Gehen Sie runter zu meinem Chauffeur, nehmen Sie sich warm Wasser, waschen Sie sich, nehmen Sie sich den Bart ab.

Machen Sie sich menschlich. Und dann lassen Sie sich vom Chauffeur einen von meinen alten Anzügen geben. Ja, das ist mein Ernst! Werden Sie erstmal wieder ein Mensch!!!

BECKMANN wacht auf und wacht auch zum erstenmal aus seiner Apathie auf : Ein Mensch? Ich soll erstmal wieder ein Mensch werden?

Ja, was seid ihr denn? Seid ihr Menschen? Er bringt uns um! TOCHTER: Hilfe! Das Licht ist aus! OBERST: Ruhig, Kinder!

MUTTER: Macht doch mal Licht! OBERST : Da. Da ist sie doch schon. Sah mir gleich nicht ganz einwandfrei aus, der Bruder. TOCHTER: Eins, zwei, drei — vier.

Nein, es ist alles noch da. Nur der Aufschnitt-Teller ist zerbrochen. OBERST: Zum Donnerwetter ja, worauf hatte er es denn abgesehen?

TOCHTER: Nein, seht ihr? Die Rumflasche fehlt. MUTTER : Gott, Vater, dein schöner Rum! TOCHTER: Und das halbe Brot — ist auch weg!

OBERST: Was, das Brot? MUTTER: Das Brot hat er mitgenommen? Ja, was will er denn mit dem Brot? Oder versetzen. Diese Kreise schrecken ja vor nichts zurück.

TOCHTER: Ja, vielleicht will er das essen. MUTTER: Ja, aber — aber das trockene Brot? Eine Flasche gluckert : Die Leute haben recht wird zunehmend betrunken.

Prost, der wärmt. Nein, die Leute haben recht. Sollen wir uns hinstellen und um die Toten trauern, wo er uns selbst dicht auf den Hacken sitzt?

Die Leute haben recht! Die Toten wachsen uns über den Kopf. Gestern zehn Millionen. Morgen kommt einer und sprengt einen ganzen Erdteil in die Luft.

Nächste Woche erfindet einer den Mord aller in sieben Sekunden mit zehn Gramm Gift. Sollen wir trauern!? Die Leute haben recht. Ich geh zum Zirkus.

Die haben ja recht, Mensch. Der Oberst hat sich halb tot gelacht! Humpelnd, mit dem Mantel, mit der Visage, mit der Brille in der Visage und mit der Bürste auf dem Kopf.

Der Oberst hat recht, die Menschheit lacht sich kaputt! Es lebe der Oberst! Der hat mir das Leben gerettet. Heil, Herr Oberst! Prost, es lebe das Blut!

Es lebe das Gelächter über die Toten! Ich geh zum Zirkus, die Leute lachen sich kaputt, wenn es recht grausig hergeht, mit Blut und vielen Toten.

Komm, glucker nochmal aus der Buddel, prost. Der Schnaps hat mir das Leben gerettet, mein Verstand ist ersoffen! Morgen kann es schon zu spät sein!

Der baue sich aus seinem Traum eine Arche Noah und segel saufend und singend über das Entsetzliche rüber in die ewige Finsternis. Die andern ersaufen in Angst und Verzweiflung!

Wer Schnaps hat, ist gerettet! Es lebe der blutige Oberst! Es lebe die Verantwortung! Ich gehe zum Zirkus!

Es lebe der Zirkus! Der Direktor eines Kabaretts. Beckmann, noch leicht angetrunken DIREKTOR sehr überzeugt : Sehen Sie, gerade in der Kunst brauchen wir wieder eine Jugend, die zu allen Problemen aktiv Stellung nimmt.

DIREKTOR: — revolutionäre Jugend. Wir brauchen einen Geist wie Schiller, der mit zwanzig seine Räuber machte. Wir brauchen einen Grabbe, einen Heinrich Heine!

Der Oberst sitzt mit seiner Familie beim Abendessen. Seine Frau und Tochter gruseln sich vor Beckmann, der Schwiegersohn gibt sich überlegen.

Beckmann berichtet dem Oberst von einem Traum, der ihn jede Nacht verfolge: Ein General spiele mit Armprothesen auf einem Xylophon aus Menschenknochen den Einzug der Gladiatoren und Alte Kameraden.

Zur Marschmusik erhebe sich eine unübersehbare Menge von Soldaten aus ihren Gräbern. Der General übergebe Beckmann die Verantwortung für die Armee der Toten, die fortwährend seinen Namen brülle, bis Beckmann im Schlaf aufschreie und davon erwache.

Beckmann verlangt vom Oberst, die Verantwortung für die elf umgekommenen Mann seiner Truppe zurückzunehmen, die dieser ihm einst übertrug.

Danach hofft er, endlich ruhig schlafen zu können. Der Oberst lacht laut auf und tut Beckmanns Auftritt als Kabarettnummer eines Komikers ab. Er gibt dem schäbig gekleideten Besucher den Rat, erst einmal wieder ein Mensch zu werden.

Beckmann schreit auf, ob der Oberst samt seiner Familie denn Menschen seien, greift sich Brot und eine Flasche Rum und geht ab.

Nach Genuss des Alkohols sieht auch Beckmann die Welt als lachhaften Zirkus und spricht in der Hoffnung auf einen Broterwerb in einem Kabarett vor.

Er trägt den sarkastisch umgedichteten Kriegsschlager Tapfere kleine Soldatenfrau vor. Doch der Direktor des Kabaretts fürchtet, Beckmann könne ihm sein Publikum vergraulen.

Der Vortrag ist ihm zu wenig heiter und gelassen, zu deutlich und plakativ. Auf Beckmanns Einwand, er beschreibe doch die Wahrheit, entgegnet der Direktor, Wahrheit und Kunst hätten nichts gemein; von der Wahrheit wolle niemand mehr etwas wissen.

Beckmann wird bitter und geht. Erneut will Beckmann in die Elbe, doch wieder hält ihn der Andere zurück. Er erinnert Beckmann an seine Eltern.

Der macht sich mit neu erwachter Hoffnung auf den Weg zu seinem früheren Zuhause. Vor der Wohnungstür seiner Eltern bemerkt Beckmann ein fremdes Namensschild.

Eine Frau Kramer öffnet und teilt ihm reserviert mit, die Wohnung gehöre nun ihr. Dann wird sie leutselig und erzählt Beckmann, dass sich seine Eltern umgebracht hätten, weil der Vater ein aktiver Nazi gewesen sei und man ihm nach dem Krieg Pension und Wohnung genommen habe.

Frau Kramer bedauert lediglich das dabei verschwendete Gas. Beckmann sinkt verzweifelt und entkräftet auf den Stufen vor der Tür zusammen.

Ein Traum konfrontiert Beckmann noch einmal mit den Figuren des Stücks. Gott verteidigt sich, die Menschen hätten sich von ihm abgewandt, und er geht mit Klagen um seine armen Kinder ab.

Er will Beckmann überzeugen, dass die Menschen gut seien und an seinem Tod nicht achtlos vorbeigehen. Doch eine Person des Stücks nach der anderen zieht an dem am Boden liegenden Beckmann vorüber.

Der Kabarettdirektor sieht Beckmann als prädestiniert für tragische Rollen, leider wolle die heute keiner mehr sehen.

Beckmanns Frau geht in der Umarmung mit einem anderen Mann vorbei, ohne ihn zu erkennen. Es hat Beckmann seit ihrer Begegnung gesucht und will mit ihm lebendig sein.

Doch in seinem Gefolge erscheint der Einbeinige. Er ist in die Elbe gegangen, als er Beckmann bei seiner Frau vorfand. Jetzt fordert er von Beckmann, den Mord an ihm nicht zu vergessen.

Beckmann wacht auf. Er ist allein. In einer letzten Anklage resümiert er seine Heimkehr und prangert an, dass man jeden Tag morde und gemordet werde.

Er fragt nach dem Sinn des Lebens und seines Weiterlebens, verlangt nach Antworten, ruft nach dem Anderen und nach Gott, doch beide schweigen.

So endet er mit dem dreifachen Aufschrei, ob denn keiner Antwort gebe. Ein zum Vorspiel korrespondierendes Nachspiel ist nicht vorhanden, der Aufbau des Dramas also nicht ausgewogen.

Nach der Auffassung Bernd Balzers solle der Zuschauer das Nachspiel selbst leisten. Diese Dramenform war für die Epoche des Expressionismus zu Beginn des Jahrhunderts charakteristisch.

An sie knüpfte Borchert auch durch die Verwendung diverser Stilmittel an: namenlose, typisierte Figuren wie das Mädchen oder der Oberst, beständiger Wechsel von Realität und Irrealität in der Handlung, konzentrierte, repetitive und expressive Sprache.

Wie bewusst Borchert die Tradition dieser vergangenen Epoche aufgriff, ist nicht bekannt. Auch die übrigen Figuren erhalten durch Alltagssprache plastische Konturen.

Frau Kramer wird durch ihr gewöhnliches Vokabular als Kleinbürger charakterisiert, die personifizierte Elbe als eine derbe, aber mütterlich-robuste Frau.

Die Personen in der 3. Szene sind Beckmann, der Oberst, die Familie des Oberst, eine kurze Erwähnung erfährt der Chauffeur des Oberst, eine Rolle in der Szene spielt er aber nicht.

Die Szene lässt sich in 5. Parts unterteilen. Beckmann kommt in die Wohnung des früheren Oberst. Sein Aussehen und sein Gerede verstören dessen Familie.

Trotzdem hört sich der General an, was Beckmann über seinen Traum zu erzählen hat, welcher ihm jede Nacht den Schlaf raubt.

In dem Alptraum spielt ein fetter General, blutüberströmt, mit Prothesen auf einem Xylophon. Dazu stehen Millionen von toten Soldaten aus ihren Gräbern auf.

Der General übergibt seinem Untergebenen die Verantwortung für diese armen Kreaturen. Allerdings hören die Skelette nicht auf ihn sondern brüllen in Sprechchören Beckmanns Namen.

In seiner grenzenlosen Verzweiflung bittet Beckmann den Oberst, die Verantwortung für die zwanzig Mann zurückzunehmen, die er ihm damals in Russland übertragen hat.

Aber der General versteht das Ansinnen als Witz, lacht ihn aus und rät ihm damit im Zirkus aufzutreten. Beckmann solle sich waschen und umziehen und wieder ein zivilisierter Mensch werden.

Bereits leicht betrunken versucht Beckmmann Geld zu verdienen und spricht beim Direektor eines Kabaretts vor. Er meint ausgerüstet mit Uniform und Gasmaskenbrille, könne er das Publikum unterhalten.

Der Direktor ist von dem Vorschlag des fünfundzwanzig jährigen Beckmann nicht sehr angetan. Der Direktor ist aber unzufrieden und schickt Beckmann weg.

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